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Josef Rupp GmbH & Co. KG

Sand- und Kiesbaggerei // Bagger- und Planierarbeiten // Erdmassendeponie // Bauschuttrecycling


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Natur und Umwelt

Uferschwalbenkolonie im Abbau Pachtner Wald

Uferschwalbenkolonie im Abbau "Pachtner Wald"

Der Abbau von oberflächennahen Rohstoffen stellt immer einen großen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Er kann aber auch nur dort durchgeführt werden, wo aufgrund der Geologie entsprechende Lagerstätten vorhanden sind. Dies ist leider unvermeidlich.

Auf der anderen Seite entstehen durch den Rohstoffabbau auch viele neue Biotopstrukturen, die so in der meist land wirtschaftlich genutzten Umgebung kaum vorzufinden sind und die als Ansatzpunkt für eine Verbesserung des vorherigen Zustandes genutzt werden können.

Auch ist Rohstoffnutzung ein Eingriff, der nur wenige Jahre eine Fläche beansprucht und sie danach nicht mehr benötigt, ganz im Gegensatz zum Beispiel zu Industrieflächen, die meist auf Dauer versiegelt sind und nur selten zurückgebaut werden.



Welche Tiere profitieren durch den Abbau?

Viele Rote-Liste Arten fühlen sich in stillgelegten Kiesgruben zu Hause und sind auf das Angebot an solchen Strukturen angewiesen.
Im Folgenden werden einige auch hier in Diefflen vorkommende Arten vorgestellt:

Die Kreuzkröte

Laichschnüre einer Kreuzkröte

Die Kreuzkröte

bevorzugt als Pionierart Lebensräume mit lockeren, sandigen Böden sowie offene und vegetationsarme Flächen und Gewässer. Daher werden Abgrabungsflächen und Bergbaufolgelandschaften besonders gerne besiedelt.


Der Kammmolch

benötigt als Lebensraum dauerhaft Wasser führende Kleingewässer oder Teiche, die wegen ihrer Vegetationsarmut gut besonnt sind. Im Umfeld der Gewässer sollten möglichst vielfältig strukturierte Landlebensräume liegen.


Die Zauneidechse

Die Zauneidechse

Zauneidechsen besiedeln Magerbiotope, wie trockene Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen, Steinbrüche, Kiesgruben, Wildgärten und ähnliche Lebensräume mit einem Wechsel aus offenen, lockerbödigen Abschnitten und dichter bewachsenen Bereichen. In kühleren Gegenden beschränken sich die Vorkommen auf wärmebegünstigte Südböschungen. Wichtig sind auch Elemente wie Totholz und Steine.


Die Uferschwalbe

Die Uferschwalbe

Die Uferschwalbe ist die kleinste und zugleich seltenste der drei im Saarland heimischen Schwalbenarten. Sie bevorzugt Sand- und Kiesgruben, wo sie als Koloniebrüter an senkrechten Steilwänden ihre bis zu 1 m tiefen Niströhren gräbt. Während in den 80er Jahren noch annähernd die gesamte westliche Landeshälfte besiedelt war, beschränken sich die aktuellen Vorkommen auf wenige Sandgruben im Hochwaldvorland sowie entlang von Saar und Prims.



Die Uferschwalbe

2006 fertig gestellte Rekultivierungsfläche

Neues Biotop

Neues Biotop

Kläranlage 2002 errichtet

Kläranlage 2002 errichtet

Im Rahmen der Genehmigungsplanung werden auf den einzelnen Ebenen unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt, die die negativen Auswirkungen des Abbaus klären und entsprechende Lösungsmöglichkeiten darstellen sollen.

Im Rahmen des zurzeit laufenden Raumordnungsverfahrens wurde bereits eine überschlägige Eingriffs-Ausgleichbilanzierung durchgeführt. Die daraus hervorgegangene Grobbilanz wird in den nachfolgenden Verfahren weiter präzisiert. So erfolgt im Ablauf des Rahmenbetriebsplanverfahrens eine Umweltverträglichkeitsprüfung, im Hauptbetriebsplan wird dann eine verbindliche Eingriffs-Ausgleichbilanzierung erstellt.

Auch wenn dies von der breiten Öffentlichkeit nicht bemerkt wurde, hat sich in den vergangen zehn Jahren einiges in Puncto Umweltschutz und Renaturierung getan. 1999 wurde eine überarbeitete Rekultivierungsplanung vorgelegt; die, die bis dahin gültige, aber wenig genaue Planung aus dem Jahr 1983 ersetzt.

So wurde dort für das Abbaufeld „Pachtener Wald“ eine Regelung festgelegt, bei der ein neuer Abbauabschnitt erst dann angefangen werden kann, wenn die vorherigen Abbaufelder gemäß den behördlichen Vorgaben rekultiviert worden sind. Diese Auflage wird auch eingehalten.

Ebenfalls wurde für die aufgeforsteten Bereiche ein Pflege- und Maßnahmenkatalog zur Überführung der Nadelwaldmonokulturen in einen artenreichen Mischwald erstellt; die ersten Schritte wurden 2005 durchgeführt. Weite Teile des Haienbachlaufes wurden renaturiert und drei Feuchtbiotope, die ganzjährig Wasser führen, angelegt. Die letzen beiden wurden im Frühjahr 2006 fertig gestellt.

Ebenso wurde im gleichen Zeitraum eine ehemalige Abbaufläche in einer Größe von 4,5 ha für die landwirtschaftliche Nutzung wiederhergerichtet, eine Fläche von 2 ha ist derzeit kurz vor der Fertigstellung und steht ab dem Frühjahr 2007 ebenfalls der Landwirtschaft wieder zur Verfügung.

Außerdem arbeitet die Firma Rupp mit dem Ministerium für Umwelt in einem Artenschutzprogramm zugunsten der Uferschwalbe mit und hält einen konstruktiven Kontakt zur unteren Naturschutzbehörde sowie zum NABU, damit Beeinträchtigungen der Natur während des Abbaus unbürokratisch und schnell gelöst werden können.

Auf der technischen Seite wurden 2002 mehr als 700.000 € für die Errichtung einer Kläranlage investiert. Durch diese Maßnahme entfällt die Notwendigkeit neue Absinkweiher in der Primsaue zu schaffen.

Der dabei entstehende Lehm wird zur Verfüllung und Landschaftsgestaltung in den stillgelegten Abbaubereichen verwendet. Wegen seiner hohen Wasserundurchlässigkeit eignet er sich besonders zur Anlage von Feuchtbiotopen.

Nebenbei sei bemerkt, dass die bestehenden Teiche nicht zu einer Erhöhung eines Primshochwassers beitragen, was im Jahr 1998 durch ein Gutachten nachgewiesen wurde.

2003 wurde schließlich die nahe an der Wohnbebauung „Deutsches Eck“ verlaufende Zufahrt zum Abbau umverlegt und damit eine wesentliche Entlastung der Anwohner erreicht.

Dabei ist hervorzuheben, dass diese Maßnahme auf freiwilligem Entgegenkommen der Firma Rupp durchgeführt wurde und nicht behördlich angeordnet oder erzwungen wurde.

Trotzdem gibt es auch Bereiche, in denen noch einiges zu tun ist. Wie aber die konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nalbach zeigt, lassen sich viele Probleme besser lösen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, statt sich gegenseitig zu behindern.